ADHS/ADSSchlafstörung beim Asperger-Kind

Schlafstörung beim Asperger-Kind

Schlafstörung beim Asperger-Kind

Schlafstörung

Viele Aspis haben mit Schlafstörungen zu kämpfen. Viele haben grosse Mühe mit dem Einschlafen und/oder auch mit dem Durchschlafen. 

Die Hauptursache für die Schlafstörungen ist, dass der Körper zu wenig Melatonin produziert. Melatonin ist ein Hormon, welches den Schlaf-Wach-Rhythmus (auch circadianer Rhythmus genannt) unseres Körpers steuert. Produzieren wir zu wenig davon, wird dem Körper abends nicht signalisiert, dass er zur Ruhe kommen soll. Der Melatoninmangel hat eine genetische Ursache, d.h. der gestörte circadiane Rhythmus ist bei vielen autistischen Kindern angeboren.

Unsere Tochter ist 9 Jahre alt und schläft immer noch bei uns im Zimmer. Sie schläft nicht bei uns im Bett, das könnte ich nicht, da ich Platz zum schlafen brauche. Sie hat an meiner Seite eine Matratze auf der sie schläft seit sie 4 Jahre alt ist. 

Es ist nicht so, dass sie nie versucht hat bei sich in ihrem Kinderzimmer zu schlafen, nur leider hat dies meistens nur zwei drei Nächte gut funktioniert. Danach ist sie in der Nacht immer wieder 3-4 Mal aufgewacht und ich musste dann zu ihr rüber und bei ihr bleiben bis sie wieder eingeschlafen ist. Meistens wurde sie dann wieder wach, wenn ich im Bett lag und endlich wieder einschlafen konnte und das ganze Spiel begann wieder von Vorne. Leider waren am Morgen dann sie und ich müde und so haben wir die Versuche abgebrochen. Lange wollte sie nicht mehr bei uns schlafen, weil ja alle anderen Kinder in ihrem Alter in ihren Zimmern schlafen. Viele aber nicht alleine sondern mit ihren Geschwistern, was es vielleicht einfacher für gewisse Kinder macht. Da unsere Tochter die Jüngste von vier Kindern ist und weitaus die Jüngste ist, hatte sie nie jemanden der mit ihr im Zimmer hätte schlafen können. 

Wir haben schon bei unserem Sohn (er ist ebenfalls ein Asperger) festgestellt, dass er am besten mit jemandem im gleichen Zimmer schlafen konnte. Bei unserer Jüngsten ist es ebenfalls so, dass es sie wahnsinnig beruhigt, wenn sie das Atmen einer anderen Person hört oder spürt. Wie haben uns nie darum gekümmert was andere sagen, wir haben einfach das gemacht was unser Bauchgefühl uns gesagt hat. Unsere Tochter hätte es wahnsinnig gerne, wenn immer ein Elternteil von uns mit ihr ins Bett ginge. Dann würde sie auch ohne Probleme einschlafen, nur ist dies leider nicht immer möglich und so kann es gut sein, dass sie bis um elf Uhr wach ist und erst schläft wenn wir ins Bett gehen. 

Das Schlafmanko seinerseits führt dazu, dass sich die autistischen Symptome verstärken können. Wie jeder Mensch, ist ein unausgeschlafenes Kind gereizter, unausgeglichener und weniger resistent gegenüber Umweltreizen.

Der schlechte Schlaf kann somit autistisches Verhalten fördern und dieses wiederum den schlechten Schlaf – ein negativer Kreislauf also. Wichtig ist hier zu wissen, dass weder Sie noch Ihr Kind daran schuld sind, dass es abends nicht zur Ruhe kommen kann. Trotzdem wünscht man sich natürlich, dass es schneller und besser schlafen kann. Akzeptieren Sie, dass es nicht geht mit dem Einschlafen, so entspannen Sie sich und dies überträgt sich auch auf das Kind! 

Seien Sie möglichst „unbürokratisch“, wenn Ihr Kind mal nicht einschlafen kann bis Sie selbst ins Bett gehen. Wie alle Kinder bekommen sie Angst, wenn es in der Wohnung plötzlich ganz still und dunkel ist. Richten Sie sich so ein, dass in diesem Fall Ihr Kind nicht alleine einschlafen muss. Damit verwöhnen Sie Ihr Kind nicht, sondern geben ihm die Sicherheit und Liebe, die es braucht. So weiss es, dass es nicht alleine gelassen wird, sollte es mit dem Einschlafen mal nicht klappen. Kinder mit Asperger-Syndrom steigern sich gerne in etwas hinein und machen sich tausend Gedanken. Wenn Ihr Kind Angst hat, die ganze Nacht alleine wach im Bett liegen zu müssen, kann es erst recht nicht einschlafen. Ausserdem brennt sich ein angsteinflössendes Erlebnis bei Kindern mit einer autistischen Störung besonders stark ein und wird anschliessend nicht mehr vergessen

(Quelle: Asperger Kids)

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